Seilkunde - Wissenswertes zu Bondage Seilen

Warum Bondageseile nicht im Baumarkt kaufen?
 
Die dortigen Fachkräfte haben selten das nötige Fachwissen und die erforderliche Erfahrung für eine sachgerechte und kompetente Beratung im Bondagebereich. 

Die Baumarktseile genügen anderen Erfordernissen (z.B. Witterungsbeständigkeit im Außenbereich) gegenüber denen im Bondagebereich (z.B. Hautfreundlichkeit, „anschmiegsam und knotbar“ auch bei relativ dickem Seil). Auch sind die Seile im Baumarkt häufig mit anderem Fasermaterial durchsetzt, auch bei sogenannte Naturfasern.

Welche Arten von Bondageseilen sollte man kaufen?
 
Einen Seiltyp der sowohl sicher in der Zugbelastung, relativ breit in der Auflagefläche, nicht allzu dehnbar ist und sich leicht wieder aufknoten läßt.

Folgende Anforderungen werden an ein Bondageseil gestellt:
  • Zugbelastung:
    Das Seil sollte unter größerer Belastung nicht reißen. Baumwollseil ist zwar sehr weich, dadurch aber auch nicht sehr zuverlässig.
  • Auflagefläche:
    Drahtseil, Wäscheleine oder Angelschnur können zwar eine hohe Zugbelastung aushalten, führen aber sehr schnell zu Einschnürungen der Haut und gefährden dadurch die Blutzirkulation oder klemmen Nervenbahnen ab und sind damit für Bondagezwecke nicht geeignet.
  • Elastizität und Dehnbarkeit:
    Ein Seil welches sich dehnen läßt, neigt meistens dazu, sich wieder zusammenzuziehen. Wehrt sich nun ein Bondageopfer aus einfacher Lust am Spiel und am Widerstand, so ziehen sich die Knoten bei dehnbarem Seil zusammen und erschweren ein nachfolgendes Aufknoten.
Nicht geeignet sind daher:
  • Gummischnüre oder Wäscheleinen haben durch das Material, aus dem sie bestehen, einen so hohen Reibungswiderstand, dass sich Knoten nur sehr schwer wieder öffnen lassen.
Folgende Seiltypen erfüllen die Ansprüche, die an ein Bondageseil gestellt werden:
  • Hanfseile:
    Ein Hanfseil ist das ideale Bondageseil, wenn es richtig für den Einsatzzweck vorbereitet wurde. Es ist biegsam, weich und doch sehr haltbar und dehnt sich selbst unter starker Zugbelastung kaum. Es ist das Seil, welches von Personen bevorzugt wird, die täglich mit Bondage zu tun haben, von Personen, die sowohl auf Sicherheit, Zuverlässigkeit und praktische Gebrauchsfähigkeit achten müssen.
  • Baumwollseile:
    Ein Baumwollseil ist ein gutes Bondageseil. Es ist vor allem sehr weich und angenehm auf der Haut, nimmt aber Schmutz vom Boden recht schnell auf und dehnt sich etwas unter Belastung. Die Belastungsfähigkeit von Baumwollseil ist außerdem sehr viel geringer als die von Hanfseil. Deshalb darf Baumwollseil nicht für Hängebondage verwendet werden!!!
  • Sisalseile:
    Ein Sisalseil ist ein rauhes Seil, welches nur für spezielle Zwecke geeignet ist. Man muss es mögen.
  • Polypropylenseile:

    Ein Polypropylenseil (PP-Seil) ist ein geeignetes Bondageseil. Wie alle synthetischen Seile, kann es aber zu schmerzhaften Verbrennungen auf der Haut führen, wenn es mit schnellem Zug an der Haut vorbei geführt wird. PP-Seil läßt sich sehr leicht reinigen, wenn es z.B. mit Körperflüssigkeiten in Kontakt gekommen ist.
Die Dicke des Seils soll zu den Proportionen des Körpers passen:
 
Ein Hanfseil mit einem Durchmesser von 6 Millimetern ist Standardgröße, nimmt aber Bezug auf die japanischen Körperproportionen, da die Kunst der erotischen Fesselung in Japan eine lange Tradition hat. Für deutsche Körpermaße und Männer als passive Fesselpartner halte ich 8-Millimeter-Seile noch für angemessen. Ein Baumwollseil wird meist 2mm dicker genommen als Hanfseil bei vergleichbaren Körperproportionen.

Die Länge des Seils ist wichtig:
 
Die Länge des Seils ist für den Anfänger meist überraschend lang. Bondageseil wird normalerweise doppelt genommen. Eine Bondage gewinnt ihre fesselnde und einengende Wirkung mehr durch die Wickelung um den Körper als durch einzelne Knoten. Viele Wickelungen brauchen eine großzügige Länge des Seils und vermeiden gleichzeitig gefährliche Einschnürungen.

Direkt zum neuen Shop wechseln

neuer-shop-kopie.png